Longon'i Kirindy Kirindy Village Aktuelles Informationen Freunde von Kirindy

WIE WIR HELFEN WOLLEN

Die Gespräche mit den Dorfältesten finden gern im Schatten statt.

Longon’i Kirindy e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Mitgliedsbeiträge und Spenden für konkrete Maßnahmen im Sinne der Ziele der Vereinsaktivitäten einsetzt. Zunächst wird im regelmäßigen Dialog mit den Bewohnern und deren gewählten Repräsentanten eine Prioritätenliste von möglichen Maßnahmen erstellt. Diese Hilfsmaßnahmen werden mit Aktivitäten verknüpft, welche die Gemeinde im Gegenzug erbringen muss, und die zur Nachhaltigkeit der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. Die dafür notwendigen Gelder werden von uns direkt vor Ort zweckgebunden verausgabt; außer Bank- und Überweisungsgebühren entstehen praktisch keine Verwaltungsausgaben. Über die Umsetzung werden die Mitglieder in regelmäßigen Rundbriefen informiert. Außerdem wird auf dieser Seite auch über aktuelle Projekte und Entwicklungen informiert.

 

LAUFENDE & GEPLANTE MAßNAHMEN

  • Einführung von Imkerei. Durch fachmännische Bienenhaltung versuchen wir eine win-win Situation herbeizuführen: Einerseits erzielen einzelne Familien aus dem Verkauf von Honig an lokale Abnehmer und Touristen rasch ein zusätzliches Einkommen, wodurch die Abhängigkeit von den saisonalen Ernten verringert wird. Andererseits entsteht dadurch eine Abhängigkeit von der Präsenz intakter, diverser Wälder, die den Bienen ihre Nahrung anbieten. Die Anfertigung und Einrichtung eines Bienenstocks kostet ca. 100 €. Seit September 2011 sind die ersten 6 Bienenstöcke im Einsatz.

  • Sicherung der Wasserversorgung. Der Westen Madagaskars ist einer 9-monatigen Trockenzeit ohne Niederschlag ausgesetzt. Regelmäßiger Zugang zu ausreichend Wasser ist daher die Grundlage jeglichen Überlebens. Im Bereich von Kirindy Village sind 4 Brunnen gebohrt, die aber alle reparaturbedürftig sind. Wir wollen Brunnen reparieren, Pumpen ersetzen (durch Solarpumpen) und ggf. neue Brunnen und Wassertürme bauen lassen. Dadurch würde sich das tägliche Leben von Frauen und Kindern massiv verbessern, da sie derzeit Stunden damit verbringen, einen Eimer oder Kanister mit Wasser aus Nachbardörfern oder Flüssen nach Hause zu tragen. Eine Solarpumpe kostet derzeit 1000 €; ein komplett neuer Brunnen ca. 1500 €.

  • Verbesserung der Wasserqualität. Sauberes Trinkwasser ist die wichtigste Grundlage für die Gesundheit. Derzeit ist das Trinkwasser in Kirindy Village in keiner Weise gereinigt oder gefiltert. Durch einen Wasserfilter in jedem Haushalt könnte die Qualität des Trinkwassers entscheidend verbessert werden. Ein Wasserfilter-Set kostet 240 €; eine Filterpatrone (muss alle paar Monate gewechselt werden) 55 €.

  • Wiederaufforstung. Durch Brandrodung und anschließende landwirtschaftliche Nutzung wurden schon ca. 1200 ha an Wald zerstört. Nach kurzfristiger Nutzung sind die Böden ausgelaugt und die Felder werden aufgegeben. Diese Brachflächen wollen wir wieder aufforsten. Dazu sind einerseits rasch wachsende Eukalyptus-Arten vorgesehen, die relativ rasch Feuer- und Bauholz bereit stellen, und somit helfen, diesen Druck auf den verbleibenden Wald zu verringern. Andererseits existiert aus einem früheren Projekt der Schweizer Entwicklungshilfe das technische know-how zur Wiederansiedlung der häufigsten lokalen Baumarten. Für deren Aufzucht wird eine Pflanzschule angelegt, die von den Dorfbewohnern als eine „Gegenleistung“ bewirtschaftet wird. Auch das Pflanzen der Bäume stellt einen Beitrag der Dorfgemeinschaft dar. Die Wiederaufforstung von 1 ha Brachland kostet etwas 1200 € (10.000 Bäume)

  • Kinder und Schule.Der Bau einer Schule stellt den dringendsten Wunsch der Dorfgemeinschaft dar. Dafür stehen keine öffentlichen Mittel zur Verfügung. Auch gibt es keine Stellen für staatliche Lehrer. Eine Elterninitiative hat daher im Frühjahr 2012 mit dem Bau eines sehr einfachen Schulgebäudes begonnen. Wir wollen zur deren Ausstattung, zur Einstellung von Lehrern sowie für die Bereitstellung von Schulmaterialien (Bücher, Hefte, Schreibzeug) sorgen. Außerdem haben sich die Jungs einen Bolzplatz neben der Schule gewünscht.